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Aktuell !!!!!!
19.02.2025
Liebe Mitglieder und Interessierte,

heute findet in Brüssel beim Europäischen Parlament eine Filmvorführung und Diskussion über Lebendtiertransporte statt. Geleitet wird diese Veranstaltung von Anja Hazekamp und Sebastian Everding, beide Mitglieder des Europäischen Parlaments. Auch angehende Tierärzte haben sich diesem sehr wichtigen Thema angeschlossen. Thema ist unter anderem unser Film: „Achtung! Tiertransporte – Lange Wege auf den Teller“. Der Lebendtiertransport hat Einzug in das Europäische Parlament gefunden und wir hoffen inständig, dass sich etwas ändert.

Es grüßt Sie das animalNetwork-Team

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Achtung! Tiertransport
Lange Wege auf den Teller

Ein Film von Manfred Karremann, 44 Min

MDR/rbb/BR/NDR/SWR/WDR 2024

27.12.2024: ARD Mediathek

13.01.2025 um 23.35 Uhr: ARD

1 DIE DOKUMENTATION

Hunderte Millionen Nutztiere werden jedes Jahr durch Deutschland transportiert, ehe sie in unseren Supermärkten und letztendlich auf unseren Tellern landen.
Aber wie genau sieht der Weg der Tiere aus? Warum müssen Hühner mehr leiden als Schweine und Rinder? Und was bringt das neue Tierschutzgesetz?

Freitag, 8 Uhr morgens, A1, südlich von Bremen. Die Polizei ist im Großeinsatz. Im Fokus der Beamten: Tiertransporte. Hier kommen viele durch. Einsatzfahrzeuge leiten die LKW auf eine Raststätte. Transporte von Rindern und Schweinen sind meist unproblematisch.
Ganz anders sieht das bei Geflügel aus. Hier folgt oft ein Qualtransport auf den anderen. Insgesamt beanstanden die Beamten an diesem Tag mehr als der Hälfte aller Tiertransporte.
Manche Transporte durchqueren Deutschland nur im Transit: Hühner auf dem Weg von Frankreich nach Polen, nur um sie dort zu schlachten. Oder Kälber für Exporte in die Mast nach Holland, von denen manche am Ende über Umwege doch im Libanon landen. „Bei Transporten im Transit und Exporten schauen wir besonders genau hin“, sagt Dagny Schwan, Einsatzleiterin der Polizei.
1,6 Milliarden Tiere werden jedes Jahr in und aus der EU lebend transportiert. Rinder, Schafe, Schweine und vor allem: Geflügel. Ein neues Tierschutzgesetz in Deutschland und eine neue EU-Tiertransportverordnung sollen die Tiere künftig besser schützen. Doch:
Jedes Gesetz ist nur so gut, wie es in der Praxis auch zur Anwendung kommt.

Autor Manfred Karremann blickt hinter die Kulissen. „Auf Transporten wird das Leid zwischen Stall und Schlachthof sichtbar“, so seine Erfahrung. Deshalb führt er die Zuschauer auch in absolute Tabu-Bereiche, in die normalerweise keine Kamera kommt.
Wie sieht der Weg der Tiere aus, deren Milch wir trinken und deren Fleisch auf unseren Tellern landet? Nicht selten erweist sich das Leben dieser Tiere als kurz, der Weg zur Schlachtung kann dagegen sehr lang werden.

2 ÜBER MANFRED KARREMANN

Manfred Karremann ist investigativer Journalist, Filmautor und Produzent.
Schon als Jugendlicher beschäftigte sich der Dokumentarfilmer mit Fragen des Tierschutzes. Seit mehr als dreißig Jahren handeln seine Filme vom weltweiten Tiertransport, der Tierhaltung und -schlachtung.

Er gehört zu den Pionieren, die dieses Thema ins öffentliche Bewusstsein gerückt haben.
Seine Filme, vorwiegend für die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender sowie für CNN und BBC, haben gesellschaftliche Debatten ausgelöst und zahlreiche Preise erhalten.

Manfred Karremanns Ziel ist es, mit seinen Filmen Veränderungen in der
Tierschutzgesetzgebung anzustoßen. Schon 1991 nach der Ausstrahlung des Films „No Rights for Animals“ erreichten eine Millionen Beschwerdebriefe das Bundesministerium für Landwirtschaft. Einem weiteren Film folgten sechs Millionen Zuschriften an die EU in Brüssel.
Transporte der Deutschen Bahn wurden Ende der neunziger Jahre auf einen Film hin eingestellt. Lebendtransporte von Pferden aus Polen nach Italien oder Frankreich wurden vor einigen Jahren nach und nach durch Fleischtransporte ersetzt, nachdem immer wieder die Qual der Tiere Thema in Filmen und Anlass zu europaweiten Protesten war.

Seine Filme haben Ausfuhrstopps und Handelsembargos von Tieren aus und in die EU, aber auch in den USA und Australien („Trade in Dog and Cat Fur and Skin“) erwirkt. So wurden nach der Ausstrahlung des Films „Final Destination Beirut“ (2005) die EU-Subventionen für Lebendtransporte in Höhe von 77 Millionen Euro gestoppt und eine neue EU-Transportverordnung auf den Weg gebracht.

4 INTERVIEW MIT MANFRED KARREMANN

Sie haben in ihrem Journalistenleben vielfach über Tiertransporte berichtet. Welche Aspekte war Ihnen bei „Achtung Tiertransport“ wichtig?

Den Blick auf Deutschland zu richten. Wenn von Tiertransporten die Rede ist, denken viele Menschen an Schlimme Szenen aus dem Nahen Osten. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren vieles verbessert, mit einer Ausnahme: Geflügeltransporte sind oft noch immer katastrophal tierschutzwidrig. Ob auf dem Weg in Schlachthöfe hier bei uns, oder im Transit. Es war mir bei diesem Film ein besonderes Anliegen, auf Hähnchen, Hühner und Puten aufmerksam zu machen. Gerade weil „Federvieh“ nicht zu den Sympathieträgern gehört. Es sind von der Zahl her die am meisten transportieren Tiere und zugleich die, die am meisten leiden.

Wie sind Sie bei der Recherche vorgegangen?

Nach der üblichen Faktenrecherche haben wir eine Schulung der Polizei Oldenburg besucht und eine Autobahnkontrolle begleiten dürfen. Natürlich haben wir darüber hinaus auch weiter recherchiert, und vieles gedreht im In- und Ausland, unter anderem in Holland, Belgien und der Türkei.

Welche Gesprächspartner haben Sie getroffen und warum diese Auswahl?

Ich habe sowohl Tierschützer als Gesprächspartner getroffen, also auch Politiker in Berlin und Brüssel. Daneben Hähnchenproduzent, Kälbermäster, Exporteure und Bauern. Auch deren Sicht und Informationen sind wichtig für einen ausgewogenen Film. Auch Kälbermäster in Deutschland sind Teil des Films, um auch jene abzuholen, die Fleisch essen.
Das ist die Mehrzahl der Menschen, und es ist die Entscheidung jedes Einzelnen was er essen möchte, und was nicht. Missionarischer Eifer hat keinen Platz in einem Film.
Die Auswahl der Gesprächspartner und dann auch der Szenen im Film soll informativ sein für die Zuschauer/innen, ohne jede Effekthascherei. Die Maxime ist: Zeigen, was nötig ist – aber auch nicht weniger oder mehr.

Sie zeigen Bilder von den grausamen Zuständen an Bord der Frachter, die über die Weltmeere Tiere transportieren – Wie sind diese Bilder entstanden?

Viele der schwer erträglichen Bilder sind in den letzten Jahren in Beirut im Libanon entstanden, einem der Hauptziele für Rinderexporte aus Europa. Dort hat sich seit 1994 – meinem ersten Besuch dort – nichts zum Guten verändert für die Tiere. Es waren immer auch Tiere völlig erschöpft und verletzt nach einem Schiffstransport. Dann ist die Behandlung bei der Entladung und der Weitertransport ein entscheidender Faktor.
Während ich beispielsweise in der Türkei kaum je mutwillige Tierquälerei nach Schiffstransporten beobachtet habe, ist die im Libanon – und ganz besonders grausam in Ägypten – an der Tagesordnung.
EU und Bundestag arbeiten an neuen Tierschutzgesetzen - Wie ist der aktuelle Stand?
Die EU-Verordnung ist auf dem Weg, allerdings in vielen Punkten wie der Transportdauer noch strittig. Vor allem über den Punkt, dass Schiffstransporte weiterhin nicht als Transportzeit zählen sollen, gibt es noch Uneinigkeit, auch mit dem Europäischen Parlament.
Die Novellierung des Deutschen Tierschutzgesetzes ist nach dem Bruch der Koalition gescheitert. Die Grünen hatten es auf den Weg gebracht, es stand kurz vor dem Inkrafttreten.

Welche Folgen haben diese Transporte für die Umwelt?

Wenn Milliarden Tiere auf Schiffen und Lastwagen transportiert werden, ist das ein bedeutender Umweltfaktor: Da ist die Verschmutzung der Meere durch Abwasser, Kadaver und vor allem Gülle, dann die Verschmutzung der Luft durch zahllose LKW. Aber es beginnt schon davor: In Brasilien wird in großem Ausmaß Regenwald gerodet, um Rinder oder deren Fleisch zu exportieren. Das alles ist sehr klimarelevant.

Was hat Sie bei dieser Arbeit überrascht oder verblüfft?

Tatsächlich hat mich das Ausmaß des Tierleids bei Geflügeltransporten in Deutschland überrascht. Nachdem bei Rindern und Schweinen vieles verbessert wurde, hätte ich nicht erwartet, dass so viele Hähnchen und Puten in einem so elenden Zustand über unsere Straßen fahren. Positiv überrascht hat mich die Offenheit der EU in Brüssel für Gespräche,
aber auch die Freundlichkeit der Landwirte und Gesprächspartner in der Türkei.
2 TERMINE

Ab 27.12.2024: ARD Mediathek

13.01.2025 um 23.35 Uhr: Das Erste (ARD)

Quellenhinweis:
Pressemeldung und Text für die ARD von:
nic communication & consulting | Bettina Melzer | 0163 – 575 1343 |
E-Mail: bm@niccc.de | Web: www.niccc.de

Mit den besten Wünschen
Büro Manfred Karremann
animalNetwork e.V.







Gesendet am 26.11.2024, im ZDF 37°
Thema: Tiertransporte - Gefangen zwischen Grenzen -

Ein Müllplatz in der Türkei, auf dem tote Kühe aus Deutschland entsorgt werden.
Vier Wochen lang wurde kürzlich ein Zuchttiertransport mit hochschwangeren Kühen aus Deutschland an der türkischen Grenze festgehalten. Die Tiere standen wochenlang knietief in ihren eigenen Exkrementen. Futter und Wasser waren Mangelware. Mit jedem Tag, den die Fahrer und ihre Tiere im abgeriegelten Zollbereich verbringen mussten, starben mehr Muttertiere und neugeborene Kälber. „So darf man mit Tieren nicht umgehen, da könnte ich heulen“, sagt Heinrich A., der Fahrer eines Tiertransportes aus Deutschland in die Türkei. Die Nerven liegen blank. Seit vier Wochen werden zwei Lkw, beladen mit 69 deutschen Zuchtrindern, im Zollbereich zwischen Bulgarien und der Türkei festgehalten.
Auch die Tierschützer außerhalb des Zollbereichs der Grenze sind machtlos. In vier Stunden Schichten schlafen und wachen sie an der Straße, ob die Lkw die Grenze verlassen. „Das Schlimme ist, das passiert hier immer wieder,“ so Irene W. von der Tierschutzorganisation „Animals Angels e.V.“, „es ist überhaupt kein Einzelfall. Und wieder ist es nur ein kleiner Fehler in den deutschen Dokumenten, der Mensch und Tier hier zum Verhängnis wird.“ Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hatte sich eingeschaltet, daneben das Auswärtige Amt und auch die deutsche Botschaft in der Türkei sowie die EU.
Trotzdem durften die Transporte weder zurück in die Europäische Union, noch einreisen in die Türkei. Nach vier Wochen schließlich hat das zuständige Veterinäramt des Landes Brandenburg, wo die Kühe herstammten, die Euthanasie aller Tiere angeordnet. 37°-Autor Manfred Karremann ist es gelungen, die Fahrer und ihre Tiere auch in den abgeschotteten Bereichen hautnah zu begleiten. Zum ersten Mal konnte das Schicksal der Menschen und Tiere in einer solchen Situation begleitet werden. (Text: ZDF)

ZDF 37°: Deutsche TV-Premiere Di. 26.11.2024, 22:15 Uhr, 30 Min.
3sat: Di. 03.12.2024, 00:15 Uhr, Wiederholung
Deutsche Streaming-Premiere Di. 26.11.2024 ZDFmediathek


Mit den besten Wünschen
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Bild: Lara Karremann

Hier der Link zum Film
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-schutzlos-ausgeliefert-100.html